- die Werkzeugstandzeit wesentlich beeinflussen
- die Maschinenlebensdauer wesentlich beeinflussen und
- die Ausfallkosten durch Krankheit (berufsbezogene Dermatitis) somit wesentlich beeinflussbar sind.
Kann ich Kühlschmierstoffe mischen?
Im Prinzip raten wir hiervon ab. Theoretisch ist dies zwar möglich, aber nur durch Freigabe von beiden Kühlschmierstoffherstellern. Grundsätzlich ist dies nicht anzuraten, da die Produkte sich im wesentlichen meist stark unterscheiden (Zusammensetzung, Additive, Komplexbildner, usw.).
Kann ich Drehen, Fräsen und Schleifen mit einem Produkt durchführen?
Es gibt sogenannte Universal-Zerspanungsöle (Schleiföle) die für diesen Zweck geeignet sind. Diese sind jedoch in Absprache mit dem Hersteller nur in unterschiedlichen Konzentrationen einsetzbar, da hier grundlegend verschiedene Prozesse mit einem Medium abgedeckt werden sollen.So benötigt man z. B. beim Schleifen eine geringe Konzentration, das heißt einen hohen Wasseranteil zum Kühlen und zum Abtransport der Schleifrückstände. Beim Schleifen ist kein hoher Schmierfaktor gewünscht, da dieser den Schleifprozess erheblich stören würde.
Beim Fräsen wiederum ist es so, dass gerade in diesem Bereich mit erhöhter Konzentration gefahren wird um den Schmierfaktor zu erhöhen. Beim Fräsen treten bisweilen Kräfte auf, die mehr einem Verformungsprozess gleichen und die Schneide eben nicht Werkstück oder Werkzeug abreiben soll, sondern lediglich den Span sauber abheben soll. Hierzu ist an der Stirnfläche der Schneide eine Reinigungsminimierung mit einem fetten Kühlschmierstoff sinnvoll.
Was halten sie vom Zentrifugieren?
Die Zentrifugation ist eine der teuersten Methoden um einen Kühlschmierstoff aufzubereiten. Von der Kostenseite muss man hier sehr genau beobachten, ob das Zentrifugieren eines Kühlschmierstoffes noch wirtschaftlich sinnvoll ist. Von der technischen Durchführung ist das Zentrifugieren wie folgt zu beurteilen: Ein Kühlschmierstoff der chemisch stabil ist und die bei der Zentrifugierung auftretenden hohen Beschleunigungswerte ohne eine Separation (d.h. Auftrennung der einzelnen Kühlschmierstoffbestandteile) übersteht, ist prinzipiell sehr gut geeignet. Diese Methode lebt ihre Vorzüge jedoch nur aus, wenn Feinstpartikel im Kühlschmierstoff gleichmäßig verteilt sind. Diese können mit dem Zentrifugieren sehr zuverlässig und hochwertig entfernt werden.
Was muss ich denn lt. TRGS nun wirklich messen?
Einmal wöchentlich ist zu messen, der PH-Wert, Nitritbelastung sowie 4-wöchentlich Bakterien, Hefen und Pilze.
Soll ich weiterhin Bakterien und Pilzhefen messen?
Selbstverständlich muss dies gemessen werden, da sonst für Ihre Mitarbeiter u.U. konkrete gesundheitliche Gefahren drohen (z.B. Hautausschläge). Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Bakterien die Additive der Öle auffressen und somit die Schmiereigenschaft des Kühlschmierstoffes beeinträchtigt wird. Dies kann den Produktionsprozess erheblich stören.
Zwei unserer Mitarbeiter haben erhebliche Hautausschläge, woran kann dies liegen?
Antwort 1: Es könnte sein, dass die Produktionsrückstände sich mit dem von Ihnen verwendeten Kühlschmierstoff nicht vertragen und dadurch Reaktionen auftreten, die Hautausschläge bewirken können, wenn Mitarbeiter hiermit in Kontakt kommen.
Antwort 2: Es kann sein, dass eine zu hohe Konzentration (sprich: zu viel Öl) im Kühlschmierstoff vorhanden ist. Es kann dabei durchaus sein, dass gewisse Fremdstoffe in den Kühlschmierstoff gelangt sind, z.B. durch schlechte oder unzureichende Pflegemaßnahmen.
Antwort 3: Auch durch eine sehr hohe Bakterien-, Pilze-, oder Hefebelastung können durchaus sehr starke Hautausschläge oder Hautkrankheiten auftreten.
Wir pflegen zur Zeit überhaupt nicht und unser KSS-Lieferant macht die Messungen zur Zeit umsonst. Kann sich die Fremdvergabe für uns denn überhaupt lohnen?
Sicherlich kann die Pflege sich rechnen, da der KSS-Lieferant diese Messungen im besten Falle einmal in der Woche durchführt. In aller Regel gibt er lediglich an, dass ggf. nachgesteuert werden soll. Ein solcher einwöchiger Turnus könnte im Ausnahmefall bei einer Maschine wirtschaftlich angebracht sein, die nicht oft benutzt wird (wie u.U. im Werkzeugbau). Jedoch ist ein solcher stark reduzierter Turnus sicher nicht sinnvoll, wenn auf den Maschinen produziert wird und der Kühlschmierstoff somit Tag und Nacht im Einsatz ist. Eine Messung einmal in der Woche ist absolut zu wenig. Es sollte hier wirklich täglich nachgesteuert werden, um den optimalen Prozess zu gewährleisten und die gesundheitlichen Risiken der Mitarbeiter zu vermindern. Durch eine optimale Pflege können erhebliche Entsorgungskosten und mit optimaler Nutzung bis zu 30 % Kühlschmierstoff eingespart werden.
Welchen Vorteil hätten wir bei Ihnen?
Antwort 1: Wir sind unabhängiger Kühlschmierstoffpflege-Lieferant und sind hier nicht verknüpft in einer Gesellschaft. Wir sind vertragsunabhängig und können für unsere Kunden individuell optimale Lösung anstreben ohne an einen bestimmten Hersteller gebunden zu sein.
Antwort 2: Wir bieten die Kühlschmierstoffpflege zu Festpreisen an.
Antwort 3: Wir verfügen seit über 15 Jahren über umfangreiches Know-How und breite Erfahrungswerte im Bereich des Fluid-Managements.
Hat ein KSS-Lieferant i.d.R. nicht noch mehr Know-How als ein Dienstleister?
Antwort 1: Auf die Theorie bezogen vielleicht, in der Praxis jedoch ganz sicher nicht! Dies sagen nicht nur unsere Erfahrungswerte, sondern auch unsere Kunden.
Antwort 2: Der KSS-Lieferant wird immer so argumentieren, dass sein Kühlschmierstoff immer etwas Besonderes ist. Er wird mit Sicherheit nicht daran interessiert sein, für den Kunden größere Einsparmaßnahmen zu realisieren. Stattdessen wird er stets versuchen, den Verbrauch relativ konstant zu halten oder bisweilen gar zu steigern. KKS-Lieferanten und -hersteller verdienen schließlich genau hier ihr Geld. Wir als Dienstleister erzielen dagegen durch unsere Pflegemaßnahmen optimale Ergebnisse für unsere Kunden, das heißt:
► weniger Kühlschmierstoffverbrauch,
► weniger Entsorgungskosten und
► Sicherung eines optimalen Produktionsprozess des Kunden.
Unser Kühlschmierstoff stinkt nach faulen Eiern, was kann die Ursache dafür sein?
Eine sehr wahrscheinlich starke Bakterienbelastung.
Wir haben eine Maschine mit extrem kurzen KSS-Standzeiten (ca. 2 Wochen), bei den anderen Maschinen erreichen wir ein halbes Jahr. Woran kann es bei dieser Maschine liegen? Wir haben bereits mehrmals gewechselt!
Es könnte sein, dass hier der KSS-Wechsel nicht richtig vollzogen wurde: Vielleicht wurde zuvor nicht lange genug Systemreiniger eingesetzt, um die Maschine und Rohrleitungen fachgerecht zu spülen. Man sollte auch die Laufzeiten der Maschine vergegenwärtigen: Wenn die Maschine nicht kontinuierlich täglich läuft und lange steht, kann es durchaus sein, dass der Kühlschmierstoff dann relativ schnell umkippt. Hier kann es ein Ansatz zur Standzeitverlängerung sein eine Anreicherung mit Sauerstoff durchzuführen. Die Ursache kann auch ein zu hoher Nitritgehalt sein, mit der Gefahr der Nitrosaminbildung. Es könnte dabei durchaus sein, dass hier durch regen Staplerverkehr oder durch den Betrieb von Brennöfen Abgase in den Kühlschmierstoff gelangt sind und die hohen Werte hierdurch verursacht wurden.
Wie lange muss ich die Kühlschmierstoff-Dokumentation aufbewahren?
30 Jahre.
Warum Maschinenreinigung durch die G.I.S. AG ?
Wir reinigen Maschinen fachgerecht.
Hierzu gehören alle in der produzierenden Industrie Vorkommenden Fertigungsmaschinen, angefangen von konventionellen Einzelmaschinen über verkettete Maschinengruppen bis hin zu Fertigungsstraßen.
Die Organisation der Reinigung erfolgt mit Hilfe von Reinigungspläne, die individuell und den Anforderungen Ihres Hauses entsprechend erstellt werden. Hieraus können Sie die Maschinenbeziehungen, Reinigungsintervalle und den Festpreis pro Maschine ersehen. Unser Teamleiter vor Ort steht Ihnen zur Abstimmung des benötigten Reinigungsaufwandes jederzeit zur Verfügung und erstellt den Reinigungsplan gemeinsam mit Ihnen . Der Teamleiter ist darüberhinaus jederzeit in der Lage, auch auf kurzfristige Wünsche einzugehen.